Behandlung

Ihr erster Besuch

Bei der Ihrem ersten Besuch erwarten Sie die folgenden, bewährten Abläufe:
Sie füllen bei uns zuerst einen kurzen Fragebogen zu Ihrer Gesundheit aus und zeichnen dann die Schmerzen auf dem «Schmerzmänndli» ein.

Danach holen wir Sie im Wartezimmer ab. Es folgt die Anamnese mit Fragen zu Ihrem gesamten Bewegungsapparat, aufgeteilt in die verschiedenen Gebiete, Schmerzauslösern, Schmerzlinderung und -verstärkung und mehr. Dazu kommen Fragen zu Ihrer allgemeinen Gesundheit, Ihrer Krankengeschichte, allfälligen Operationen, Medikamenteneinnahme, Beruf, Training, Hobbies und anderes.

Beim körperlichen Untersuch werden die Füsse, Knie, Hüften, Becken, die gesamte Wirbelsäule bis zum Nacken und Kiefergelenk, sowie Schultern, Ellbogen, Hände untersucht.

Zusatzuntersuchungen werden im Nachhinein mit dem Patienten zusammen entschieden und veranlasst. Röntgenaufnahmen des gesamten Körpers können direkt bei uns gemacht werden und sind natürlich, wie alle chiropraktorischen Leistungen von den Versicherern (Kranken-, Unfall und Militärversicherung sowie IV) vergütet.

Es folgt eine Erklärung des Problems und Sie erhalten Informationsbroschüren, um sich noch besser informieren zu können. Danach wird bei akuten Notfällen behandelt. Bei allen anderen Problemen ist der erste Besuch abgeschlossen. Grundsätzlich nicht bei Erstkonsultationen. Einen Behandlungsplan aufzustellen braucht Zeit, genauso wie allfällige Röntgenbildern zu beurteilen und die Diagnose sicherzustellen. Ebenso soll der Patient Zeit haben, sich nochmals gründlich zu informieren. Dies garantiert für beide Seiten eine optimale Vorbereitungszeit. Wir würden nie die Sicherheit unserer Patienten gefährden – die Vorbereitungsphase vor der ersten Behandlung hilft uns dabei!

Ihre erste Behandlung

Vor der ersten Behandlung besprechen wir nochmals die Beschwerden, die zum Besuch bei uns geführt haben, erläutern die positiven und negativen Befunde und erstellen gemeinsam einen Therapieplan. Dieser umfasst drei Phasen: Schmerzbekämpfung-Stabilisation-Prävention. Die Dauer der einzelnen Phasen ist sehr unterschiedlich, hängt von Alter, Trainingszustand, Chronizität der Schmerzen, Ernährung, Genetik und vielen anderen Faktoren ab.

Schmerzbekämpfung

In der ersten Phase geht es darum, zuerst die Schmerzen zu bekämpfen. Diese Phase ist für die meisten Patienten die entscheidende. Der Schmerz plagt, oft jeden Tag, oft schon für mehrere Wochen bis Monate, manchmal leider schon seit Jahren. Je nach Zeitdauer der Schmerzen kann diese Phase eine Woche dauern, manchmal aber auch Monate. Das erfordert sehr viel Geduld, vom Patienten wie auch vom Chiropraktor. Wir wissen um den Faktor Zeit. Es ist trotzdem wichtig, dass Fortschritte erkennbar sind. Um diese optimal zu überwachen, planen wir in regelmässigen Abständen Verlaufsuntersuchungen. Diese zeigen Fortschritte, erlauben Veränderungen im Behandlungsplan und garantieren Qualität.

Stabilisation

Die nächste Phase hilft, die Fortschritte weiter auszubauen.

Stabilisation bedeutet Rehabilitation und für den Patienten heisst dies vor allem üben, üben und nochmals üben. Nur ein gesundes und trainiertes Muskelkorsett hält die Wirbelgelenke frei und die Wirbel am Ort. Doch Vorsicht: all zuviel ist ungesund. Wir dosieren die Übungen. Weniger ist auch hier oft mehr. Drei Übungen am Abend, konsequent durchgeführt bringen mehr als 15 nicht gemachte.

Prävention

Prävention, die letzte Phase umfasst mannigfache Aspekte. Hier trifft das Umfeld des Menschen, die Arbeit, Familie, Hobby und vieles mehr auf die Wirbelsäule.
Prävention umfasst auch, dass die Wirbelsäule von Zeit zu Zeit kontrolliert wird. Der Zeitrahmen ist wiederum sehr individuell. Bei gewissen Menschen genügt dies einmal im Jahr, sogar einmal alle zwei Jahre, bei anderen bedarf es monatlichen Kontrollen. Ähnlich dem Service beim Auto oder der regelmässigen Dentalhygiene soll auch die Wirbelsäule auf Fehlstellungen der Wirbel, auf Funktionsprobleme kontrolliert und behandelt werden. Wichtig: Keine Angst, wir wissen, wie viel zuviel ist. Mit dem Wissen, dass bei zuviel Therapie die Wirbelgelenke zu locker werden können, dosieren wir die Zeiträume.

Diese Phasen werden beim Gespräch also nochmals erläutert und wir versuchen, einen ungefähren Zeitrahmen zu erarbeiten.

Bei der Besprechung werden nun ebenfalls Risiken und Nebenwirkungen erklärt.

Danach erfolgt die erste Behandlung. Diese umfasst meist das Kernstück der Chiropraktik: die Gelenksmanipulation.

Bei den Stosswellenpatienten erfolgt die erste von meist drei bis fünf Stosswellenbehandlungen.

Grundsätzlich behandeln wir beim ersten Mal an klar umschriebenen Orten (z.B. an Becken und Nacken, dafür noch nicht in der Brustwirbelsäule oder umgekehrt). Dies erlaubt bei allfälligen Reaktionen auf die Behandlung den Zusammenhang zwischen Behandlung, also der möglichen Ursache und Wirkung zu erarbeiten. Auch braucht der Körper Zeit, sich auf die Behandlung einzustellen. Die Erfahrung zeigt deutlich: weniger ist oft mehr!

Risiken und Nebenwirkungen

Die Chiropraktik ist nachgewiesen eine sehr sichere und effiziente Behandlungsmethode. Die meisten Nebenwirkungen sind zeitlich auf 24-48 Stunden beschränkt und äussern sich in leichter Schmerzverstärkung der Ursprungsschmerzes, Muskelkater, allfälligen Ausstrahlungen in die Extremitäten sowie in den Kopf.

In seltenen Fällen tritt vorübergehend Schwindel auf. Ebenso berichten Patienten, dass sie nach Behandlungen müde seien.

Bei der Stosswellenbehandlung kann es ebenfalls zu obigen Nebenwirkungen kommen. Manchmal zeigen sich leichte Hautrötungen bedingt durch Petechienblutungen der Unterhaut. Diese verschwinden innert 24-72 Stunden. Diese werden durch die hohen Energien bei der Stosswelle hervorgerufen, sind aber schmerzfrei und kommen je nach Hauttyp der Patienten mehr oder weniger vor. Auch die regelmässige Einnahmen von Blutverdünnern (Aspirin und stärkere Medikamente wie Marcoumar oder Plavix) lassen solche kleinen Rötungen vermehrt auftreten. Wir nehmen aber bei der Behandlung diese Faktoren in die Behandlungsplan auf und verändern dementsprechend die Stosswellenenergie nach unten.
Die meisten Patienten (rund 95%) tolerieren aber die Therapie sehr gut.