Praxis
Um diese theoretischen Aussagen zu erläutern hier ein Beispiel aus der Praxis:
Eine 15 jähriger Teenager kommt zu uns mit linksseitigen Rückenschmerzen, aussen über dem Becken. Diese Schmerzen haben ohne ersichtlichen Grund begonnen.
Bei der Untersuchung finden wir eine Blockade sowie Reizung des Beckengelenks links sowie der dazugehörigen Sehnen und Bänder. Dies sind die schmerzerzeugenden Strukturen sowie die Funktionsstörung, namentlich die Blockade. Die Blockade lösen wir mit einem schmerzfreien, schnellen Impuls mit hörbarem Knacks des Gelenks. Die Reizung des Gelenks kann sich in Folge von selbst – ohne Medikamente oder Spritze – beruhigen.
Weiter finden wir in der Untersuchung einen einseitigen Senk-Spreizfuss rechts. Dieser «Plattfuss» kann eine Störung des Bewegungsablaufes der gesamten Bewegungskette Fuss-Knie-Hüfte-Becken verursachen, die sich schlussendlich in einer Funktionsproblematik des Beckens äussert.
Bei diesem Ungleichgewicht der Fussgewölbe verordnen wir massgefertigte Einlagen und beheben so eine mögliche Ursache der Schmerzen im Becken.
Das Resultat ist Schmerzfreiheit und viel wichtiger eine reibungslose Funktion der Bewegungskette Fuss-Knie-Hüfte-Becken.
Nicht immer sind die Lösungen auf die Fälle in der Praxis so einfach wie dieser. Wie so aber oft gilt: Je früher erkannt desto leichter gebannt.
