Vielseitig und effektiv: Techniken der medizinischen Massage

In unserem Massagezentrum wenden wir spezielle, sehr wirkungsvolle Massagetechniken an, die passgenau auf Ihr individuelles Krankheitsbild und die jeweilige Gesamttherapie abgestimmt sind. Unsere qualifizierten Masseure verfügen über einen sehr gut ausgestatteten „Werkzeugkoffer“ und einen großen Erfahrungsschatz. Sie wissen, welche Technik jeweils bestmögliche Ergebnisse verspricht. Begeben Sie sich vertrauensvoll in ihre geschulten Hände.

Die Massage-Techniken im Chirozentrum im Überblick:

Akupressur – Druck, der hilft

Das Wort „Akupressur“ setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen „Acus“ für „Punkt“ und „Premere“ für „Druck“. Die Druckmassage-Technik entstand im Rahmen der altchinesischen Medizin vor etwa 5.000 Jahren und gilt als Vorläufer der Akupunktur. Die damaligen Medizingelehrten entdeckten, dass ein gezielt auf bestimmte Punkte und Leitbahnen (Meridiane) ausgeübter Druck eine schmerzlindernde und heilende Wirkung haben kann.

Akupressur wirkt stets auch auf den gesamten Körper: Sie hat positiven Einfluss auf die Organe, stimuliert Nervensystem und Stoffwechsel, kräftigt die Muskulatur und hält die Gelenke geschmeidig. Selbstheilungskräfte werden aktiviert, aufgebaut und gestärkt.

Akupressur – damit das Qi wieder fliessen kann

Die Akupressur-Behandlung ist eine wirkungsvolle Technik in der medizinischen Massage. Sie unterstützt den freien Fluss der Energie, chinesisch „Qi“, in den Leitbahnen. Der Patient erfährt eine tiefe Entspannung mit erweiterter Bewusstseinserfahrung auf körperlicher, emotionaler und seelischer Ebene.

Was geschieht bei einer bei Akupressur-Behandlung?

Bei der Akupressur übt der medizinische Masseur einen stumpfen Druck auf bestimmte Punkte und Meridiane des Körpers aus. Diese gezielte Stimulation mit einem Akupressurstab hilft, Beschwerden und Schmerzen zu lösen, die durch eine Störung oder Blockade des Energieflusses entstanden sind, wie etwa eine stumpfe Verletzung, Muskelhartspann oder Narben.

Schröpfen – der Klassiker bei Verhärtungen und zur Entgiftung

Schröpfen ist eine alte Technik, die vermutlich schon vor etwa 5.300 Jahren in Mesopotamien zum Einsatz kam. Auch im alten Griechenland wurde die Methode gern angewandt: Der griechische Arzt Hippokrates (460 - 377 v. Chr.) begründete die Wirksamkeit des Schröpfens nicht nur theoretisch, sondern gab auch detaillierte Anweisungen zur Durchführung. Schröpfen gehört zu den klassischen Ausleitverfahren und dient neben der Entgiftung des Körpers auch zur Lösung von Muskelverhärtungen und zur Schmerzlinderung.

Wie funktioniert Schröpfen?

Das klassische Schröpfen erfolgt mit Schröpfköpfen, das sind eigens dafür gefertigte Gefässe aus Glas oder selten aus Bambus mit einer runden Öffnung. Der medizinische Masseur erwärmt die Luft im Schröpfglas und setzt es dann mit der Öffnung direkt auf die Haut auf. Durch Abkühlen der Luft entsteht ein Unterdruck im Glas, die Haut wird angesogen. So wird die Durchblutung angeregt, und die intensive Sogwirkung zieht Gifte und Schadstoffe unter die Hautoberfläche, wo sie über die Lymphe besser abtransportiert werden können.

Störungen erkennen und identifizieren – durch Abtasten

Bestimmte Hautbereiche, sogenannte Head-Zonen, sind über Nervenbahnen mit spezifischen inneren Organen verbunden. Der Masseur kann diese Reflexzonen exakt lokalisieren. Er erkennt die korrespondierenden Hautareale, indem er den betroffenen Bereich auf Überempfindlichkeit, Verhärtungen und schmerzhafte Stellen hin abtastet. So kann er akute Störungen feststellen und entscheiden, wo er die Schröpfgläser aufsetzt.

Schröpfen – erprobte Technik mit vielen positiven Wirkungen

Schröpfen hat viele Effekte: Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, Muskelverspannungen und -verhärtungen beseitigt und Spasmen an inneren Organen gelöst. Es unterstützt die Stärkung des Immunsystems und der Selbstheilungskräfte und dient der Harmonisierung des Nervensystems, der Entgiftung des Körpers sowie der Aktivierung der Lymphe. Zudem hat Schröpfen durch Erzeugen eines Gegenreizes eine schmerzlindernde Wirkung.

Schröpfen wirkt auch auf psychischer und mentaler Ebene: Bei gestautem Energiefluss, der von Stimmungsschwankungen über Ermüdung bis hin zu Depressionen führen kann, bringt das Aufsetzen von Schröpfköpfen die gestaute Energie wieder in Fluss – und die Ausgeglichenheit kehrt zurück.

Pneumatische Pulsationsmassage mit dem pneumatron®200

Die pneumatische Pulsationstherapie (PPT) mit dem pneumatron®200 ist eine pulsierende Massagetechnik. Das physikalische Therapieverfahren wird seit 1993 in Kliniken und Praxen eingesetzt. Das Gerät ist vielseitig anwendbar und kommt bei uns in der klassischen medizinischen Massage, in der Bindegewebsmassage, bei der Lymphdrainage und als Alternative zum Schröpfen zum Einsatz. Die Anwendung wird von unseren Patienten als angenehm und wohltuend empfunden.

Wie funktioniert das pneumatron®200?

Ähnlich wie beim klassischen Schröpfen arbeitet das pneumatron®200 mit Unterdruck, wobei dieser intermittierend ist, also zeitweilig aussetzt. An das Gerät sind Saugglocken angeschlossen, die der Masseur auf die betroffenen Hautareale aufsetzt. Dann wird zunächst Luft entzogen. Durch den Unterdruck wird auf das Gewebe ein Dehnreiz ausgeübt, der durch Wechsel zum normalen Druck sofort wieder in eine Entspannungsphase übergeht. Durch diesen rhythmischen Wechsel kommt das Gewebe in Schwingung, und auch die Gewebsflüssigkeiten werden in Bewegung gebracht.

Was geschieht bei der pneumatischen Pulsationsmassage im Körper?

Durch die pulsierenden Schwingungen werden Stoffwechselendprodukte, Entzündungsmediatoren und Umweltgifte, die sich im Bindegewebe angesammelt haben, besser gelöst und können über den beschleunigten Blut- und Lymphfluss leichter ausgeschieden werden. Das Gewebe wird gereinigt, es regeneriert sich und kann körpereigene Vitalstoffe wie Hormone, Vitamine und Mineralien, wieder besser aufnehmen. Der Stoffwechsel wird aktiviert.

Kinesiotaping – sanft und sehr wirkungsvoll

Der Begriff Kinesiotaping setzt sich zusammen aus „Kinesis“ (griechisch für „Bewegung“) und „Taping“ (englisch für „mit einem Band befestigen“). Kinesiotaping wurde Anfang der 1970er Jahre von dem japanischen Arzt und Chirotherapeuten Dr. Kenzo Kase entwickelt. Er suchte nach einer Möglichkeit, Schmerzen in Muskulatur und Gelenken auf natürliche Weise ohne Medikamente zu lindern.

Heute ist Kinesiotaping eine weltweit verbreitete Technik zur Behandlung von Schmerzen und (Sport-)verletzungen an Muskulatur, Gelenken und Knochen, die auch vorbeugend bei sportlicher Belastung sowie zur Förderung des Lymphflusses eingesetzt wird.

Was ist ein kinesiologisches Tape?

Es handelt sich um ein elastisches, selbstklebendes therapeutisches Band aus einem dehnbaren, textilen Material. Die fachkundige Aufbringung auf die Haut nennt man „Taping“.

Wo und wann wird Kinesiotaping eingesetzt?

Bei Überlastung des Muskelapparats, etwa durch übermässigen Sport, können im Muskelgewebe kleinere Rupturen entstehen. Dadurch tritt Flüssigkeit in die Gewebezwischenräume aus, was zu einer Druckerhöhung führt. Schmerzen sind die Folge. Die Schmerzen führen zu einer Tonuserhöhung des betroffenen Muskels und damit zu Steifigkeit des vom Muskel bewegten Gelenks.

Wie funktioniert Kinesiotaping?

Das Tape wird von unserem medizinischen Masseur auf die vorgedehnte Muskel- oder Gelenkzone aufgebracht. Beim Bewegen des Muskels oder Gelenks bleibt die Oberhaut am Tape haften und wird permanent gegen die Unterhaut verschoben, was einer stetigen Massage gleicht, bei der die darunter liegenden Muskel-, Bänder- oder Gelenkareale ebenfalls angesprochen werden. Durch Anhebung der oberen Hautschicht verringert sich auch der Druck im Gewebe, was zur Schmerzlinderung beiträgt. Und weil der Schmerz nach dem Kinesiotaping oft schnell nachlässt, können Schonhaltungen und Folgeprobleme wie Verspannungen vermieden werden.

Welche positiven Wirkungen kann Kinesiotaping haben?

Durch das Applizieren eines Kinesiotapes werden Muskel- und Gelenkfunktion verbessert. Lymphabfluss, Durchblutung und Stoffwechselfunktion im betroffenen Gebiet werden optimiert.

Zusätzlich kann durch das Herabsetzen des Muskeltonus auch eine physiologische Bewegung der angrenzenden Gelenke wieder möglich werden. Das Kinesiotape kann durch seine tonusregulierende Wirkung Ungleichgewichte zwischen einzelnen Muskeln ausgleichen und einen harmonischen Bewegungsablauf fördern.

Auch die körperliche Eigenempfindung kann durch das Kinesiotape verbessert werden – der Patient erhält wieder mehr Kontrolle über seine Bewegungsabläufe und kann muskuläre Überlastungen und Ungleichgewichte besser ausgleichen und korrigieren.

Flossing – einfache Technik,  starke Wirkung

Die Flossing-Methode ist relativ neu und erfreut sich in der Schweiz wachsender Beliebtheit. Ihre Wurzeln reichen bis zu den Schnürbandagen der römischen Gladiatoren zurück. Die Technik ist einfach anzuwenden und kann in unterschiedliche Therapien integriert werden.

Wozu ist Flossing gut?

Unsere medizinischen Masseure setzen die Flossing-Technik zur Verbesserung der Beweglichkeit, zur Schmerzlinderung, zur Lösung von Bindegewebsverklebungen und zur beschleunigten Regeneration nach Verletzungen ein. Flossing kann auch präventiv vor und nach dem Sport zum Einsatz kommen, um Verspannungen und Verletzungen vorzubeugen.

Wie funktioniert Flossing?

Flossing wird mittels eines fünf Zentimeter breiten und zwei Meter langen Latexbandes, des sogenannten Flossbandes, durchgeführt. Das Band ist vier- bis siebenmal so stark wie ein mittleres Gymnastikband. Der medizinische Masseur umwickelt damit das zu behandelnde Körperareal, um durch die starke Kompression die Blutzirkulation auf ein Minimum zu begrenzen. Auch der Lymphfluss wird dadurch gehemmt. Das Band bleibt zwei bis vier Minuten am Körper. In dieser Zeit führt der Patient Übungen durch, die das betroffene Areal gezielt beanspruchen.

Anschliessend wird das Band abrupt entfernt. Der  Stau löst sich, das unterversorgte Gewebe füllt sich schwallartig mit Blut. Energie, Sauerstoff und Flüssigkeit werden zugeführt, der Lymphfluss wird gefördert und die Selbstheilungskräfte werden angeregt.

Mit Flossing Verklebungen lösen – durch den „Schwammeffekt“

Stellen Sie sich vor, Ihr Muskel- und Bindegewebe wäre ein Schwamm. Ist er trocken, wird er hart, spröde und brüchig. Ein nasser, vollgesogener Schwamm jedoch ist elastisch und widerstandsfähig: Sie können ihn drücken und auswringen, ohne dass er kaputt geht.

Ähnlich funktionieren auch Ihre Faszien. Sind sie nicht ausreichend durchblutet, können Sie verkleben. Sie werden unbeweglich und es kommt zu Schmerzen. Werden die Faszien jedoch mit Flüssigkeit versorgt, lösen sich diese Verklebungen.

Gua Sha – nachhaltig und wohltuend

Die Gua-Sha-Massage ist eine Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin. Im asiatischen Raum wird sie bereits seit tausenden von Jahren zur Prävention und als Erstmassnahme bei Erkrankungen angewandt. Der Begriff setzt sich aus den chinesischen Zeichen „Gua“ für „Reiben, Schaben“ und „Sha“ für „akute Krankheit“ zusammen.

Was ist Gua Sha?

Gua Sha ist eine Reiz-Therapie, bei der schmerzhafte Partien an Rücken, Armen oder Beinen entlang der Muskeln oder Meridiane mit traditionellen Schabern aus Horn oder Jade behandelt werden. Die Schmerzbereiche werden ausgestrichen, wodurch Ablagerungen zwischen Muskeln und Bindegewebe mobilisiert und an die Oberfläche transportiert werden. Die dadurch zum Vorschein kommenden Muskelknötchen werden dann vom Masseur gezielt behandelt, damit das Qi im Körper wieder frei fliessen kann.

Was genau passiert bei einer Gua-Sha-Massage?

Der medizinische Masseur drückt die abgerundete Kante des Schabers auf die eingeölte Haut und bewegt diesen wiederholt in ca. 10 bis 15 cm langen Zügen an den Muskeln oder Meridianen entlang. So erzeugt er eine gewollte, lokal ausgeprägte Hautreizung und regt die Stoffwechsel-,  Entgiftungs- und Selbstheilungsprozesse des Körpers an. Durch die Massage entstehen Rötungen mit kleinen punkt- oder strichförmigen Hautblutungen, sogenannten Petechien. Die Haut selbst wird zwar gereizt, aber nicht verletzt. Die Hautrötungen klingen nach ca. zwei bis fünf Tagen wieder ab.

Wie und wann kann Gua Sha wirken?

Gua Sha hat viele positive Wirkungen. Die Massage-Technik fördert den Blutfluss und die Nährstoffversorgung des Gewebes. Sie regt die Lymphflüssigkeit und damit den Abtransport von Schlackenstoffen an – der Körper entgiftet. Gua Sha aktiviert das Immunsystem, senkt den Muskeltonus und löst Gewebeverhärtungen wie verspannte Muskeln oder verklebte Faszien. Auch bei Fieber und Schmerzen kann Gua Sha Linderung bringen.

Die Gua-Sha-Behandlung ist zwar zunächst etwas schmerzhaft, aber äusserst effektiv: Patienten unseres Massagezentrums berichten, dass sie sich nach der Gua-Sha-Massage wie neu geboren fühlten – und dass die angenehme Wirkung über mehrere Wochen angehalten habe.

Das Massagezentrum im Chirozentrum Oftringen im Überblick:

Das Schweizer Massagezentrum von Chiropraktor Dr. René A. Lüchinger hat seinen Einzugsbereich in den Kantonen Solothurn, Luzern und Aargau. Unser Chirozentrum mit Massagezentrum in Oftringen erreichen Sie auch sehr gut von Zofingen, Aarau, Olten und Sursee aus. Wir bieten Medizinische Massage in den Behandlungsfeldern Klassische Massage, Lymphdrainage und Kompression, Fussreflexzonenmassage, Bindegewebsmassage und Narbenbehandlung an. Unsere medizinischen Masseure setzen dabei Massagetechniken wie Akupressur, Schröpfen, pneumatron®200, Kinesiotaping, Flossing und Gua Sha ein.

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